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Sonnenstrahlen statt Regentropfen - Bezirksgruppe Hechingen beim Gneisklettern in Albbruck

Felsklettern an der Landesgrenze

19.07.2026

Albbruck, 19. Juli 2026 – Wenn in Hechingen der Blick aus dem Fenster eher zu Couch und Tee einlädt, braucht es echten DAV-Optimismus, um trotzdem die Klettersachen zu packen. Genau mit diesem Optimismus startete eine kleine, aber hochmotivierte Truppe der Bezirksgruppe Hechingen am vergangenen Sonntag in Richtung Albbruck, um dem Südschwarzwälder Gneis einen Besuch abzustatten.

Schon bei der Ankunft zeigte sich: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Entgegen der nassen Wettervorhersage in der Heimat begrüßte Albbruck die vier Hechinger Kletterer mit bestem Felswetter. Als Ziel des Tages wurde der hinterste Fels des Klettergebiets auserkoren – ein schattiges, aber idyllisches Plätzchen, das sich im Laufe des Tages als absoluter Volltreffer herausstellen sollte.

Der Gneis bot, was er versprach: bombenfeste, griffige Kletterei. Die Seilschaften stiegen topmotiviert in die Routen ein. Geklettert wurde querbeet im Genussbereich zwischen dem 4. und 6. Schwierigkeitsgrad. Jede Seillänge bot neue Herausforderungen an Reibung und Leisten, und die Stimmung war von Anfang an großartig. Später am Tag bekam die Truppe noch spontane Verstärkung: Ein fünfter Teilnehmer stieß nach und nutzte die Gelegenheit, zumindest für einen kurzen, aber intensiven Abstecher Albbrucker Felsluft zu schnuppern.

Beflügelt von der guten Dynamik wagte man sich schließlich sogar an eine knackige Route im 7. Grad. Auch wenn die Linie alles abverlangte und intensiv projektiert wurde, stand der Spaß am Ausprobieren und gemeinsamen Anfeuern im Vordergrund.

Das eigentliche Kuriosum des Tages war jedoch der Wettergott. Aus den anfänglich befürchteten Regenschauern wurde eine regelrechte Hitzeschlacht. Die Sonne brannte so unbarmherzig gut gelaunt vom Himmel, dass das größte "Drama" des Tages am Ende nicht der Vorstieg in der 7er-Route war, sondern die vergessene Sonnencreme. So mancher Teilnehmer kehrte abends nicht nur mit müden Armen, sondern auch mit der sehnsüchtigen Reue nach ein bisschen Lichtschutzfaktor nach Hause zurück.

Am Ende des Tages stand fest: Es war eine rundum gelungene Ausfahrt. Der Albbrucker Gneis hat gehalten, was er verspricht – und die Bezirksgruppe Hechingen hat einmal mehr bewiesen, dass sich der Weg an den Fels fast immer lohnt.