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Hochtouren im Umfeld der Düsseldorfer Hütte

Im Angesicht von Königsspitze, Monte Zebru und Ortler

04.07.2026

Vom 04.07. – 06.07.2026 machten sich die Teilnehmer der Hochtourengruppe der DAV Bezirksgruppe Hechingen auf den Weg in die Ortler – Alpen. Ausgangspunkt für die geplante Touren war Sulden am Ortler. Im Angesicht von Königsspitze, Monte Zebru und Ortler, begann der abwechslungsreiche Aufstieg zur Düsseldorfer Hütte (2.721m). Nach einer kurzen Erkundungstour an der Hütte und in Rücksprache mit dem Hüttenteam war klar, dass die ursprünglich geplante Besteigung der Vertainspitze (3.545m) via Angelusscharte und Rosimjoch mangels Firns und Eis nicht möglich sein würde. So musste die Tourenplanung für den nächsten Tag spontan angepasst werden.

Um 05:00 Uhr startete der Tourentag. Als erstes Tourenziel stand die Besteigung der Großen Angelusspitze (3.521m) via Reinstadlerweg an. Mit Wehmut fiel der Blick auf einst mächtigen Nordwandtouren von Königsspitze, Monte Zebru, Ortler und Vertainspitze, deren Begehung für zukünftige Generationen mangels Eis / Rückgang des Eises ein unerfüllter Traum bleiben wird. Der Abstieg erfolgte auf dem Aufstiegsweg.

Über ein steiles Geröllfeld mit anschließendem Blockgrat inklusive Freiluft-Donnerbalken stand als zweites Tourenziel des Tages die Besteigung der Tschenglser Hochwand (3.375m) an. Zufrieden und erleichtert erreichte man bei bestem Wetter den Gipfel am frühen Nachmittag und man genoss den Weitblick ins Vinschgau und die Ortler-Alpen.

Aufgrund einer durchziehenden Kaltfront am nächsten Tag mit Regenschauern, sah man von dem vorgesehenen Abstieg über das Hintereschöneck ab und trat den direkten Heimweg ins Tal an.

Wie bereits im Vorjahr, kamen Steigeisen und Pickel leider wieder nicht zum Einsatz. Alle Teilnehmer hoffen jedoch, dass die nächsten Touren trotz Klimawandel mit Eis- und Schneekontakt stattfinden können und Steigeisen und Pickel nicht dauerhaft als „Trainingsgewicht“ im Rucksack mitgeführt werden müssen.