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DAV Hechingen auf dem höchsten Gipfel im Rätikon

Bericht 3-Tages Tour im Rätikon vom 15.-17.September 2023

18.09.2023

 Juchu, es geht endlich los.

Früh am Freitagmorgen startet unsere 8-köpfige Wandergruppe mit Tourenleiterin Angela Stöck ins Brandnertal.

Gina, unsere Fahrerin bringt uns zielsicher mit dem DAV-Bussle zum Parkplatz der Lünerseebahn.

Da noch sehr viele Höhenmeter bevorstehen, geht es ganz entspannt mit der Seilbahn bis zu unserem Ausgangspunkt der Douglasshütte. An der Perle des Rätikons, dem Lünersee geht es leicht bergauf bis zur Lünerseealpe, wo uns dann in Richtung Cavelljoch die nächste Steigung erwartet. Noch kurz einen Abstecher zur Golrosaalpe, dann weiter auf dem Prättigauer Höhenweg. Jetzt wird es dann doch steiler, doch die am Fels fixierten Ketten geben uns ein gutes Geleit bis hoch zur Gamsluggen. Hier genießen wir die spektakuläre Aussicht, auf den aus diesem Blickwinkel herzförmigen und türkisblau leuchtenden Lünersee. Das letzte Stück führt uns dann durch das karstige Gelände bis zur Totalphütte, wo wir bei leckerem Abendessen unsere erste Nacht verbringen.

Am nächsten Morgen starten wir bei Sonnenschein zu unserem höchstgelegenen Ziel unserer dreitägigen Tour. Steinig und felsig führt der Schesaplanasteig durch Geröllfelder bergwärts. Je schroffer und steiler das Gelände wird, desto rauer ist es auch um das Wetter bestellt; eisiger wir der Wind - Mützen auspacken, Handschuhe an, dicke Jacke drüber anziehen, bevor wir die Königin des Rätikons erreichen, die 2965 Meter hohe Schesaplana. Schnell noch ein Gipfelbild, ein Blick auf den Brandner Gletscher, dann sind wir wieder froh, als es zurück zur Totalphütte wieder wärmer wird und uns die Sonne wieder anlächelt. Noch eine kurze Kaffeepause, bevor es wieder bergab geht, wo wir die Aussicht aufs satte blau des Lünersees genießen. Vorbei an der Lüner Krinne, mit einem kleinen Abstecher zum Gipsköpfle geht es bei herrlicher Abendsonne zur Heinrich Hueter Hütte, unserer zweiten Unterkunft.

Voller Tatendrang lassen wir es uns am dritten Tag nicht nehmen, nochmals einen Gipfel zu erklimmen. Über das Saulajoch geht es dann recht steil nach oben zum 2517 Meter hohen Saulakopf. Einige Stellen mussten leicht gekraxelt werden. Dafür wurden wir aber mit einer fantastischen Aussicht auf die umgebende Bergwelt und den Lünersee belohnt. Zuletzt geht es über den mit Kieferlatschen übersähten Saulasteig, genannt auch der Latschenfresserweg, zurück zur Douglasshütte. Mit leckerem Heidelbeerkuchen und Kaiserschmarrn belohnen wir uns für die drei anstrengenden aber fantastischen Tage. ,,Die Tour war einfach grandios, eine harmonische und hilfsbereite Gruppe“, so die Stimmen der Mitwanderer, erfreuten unsere Wanderleiterin.