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DAV Bezirksgruppe Hechingen auf Hochtour im Stubaital

Abwechslungsreiche Landschaften und wildes Wetter - was will man mehr?

29.07.2022

DAV Bezirksgruppe Hechingen auf Hochtour im Stubaital

Vom 07.07.2022 – 09.07.2022 machte sich eine Gruppe junger und junggebliebener Alpinisten der DAV Bezirksgruppe Hechingen auf dem Weg ins Stubaital. Aufgrund mäßiger Wettervorhersage am Anreisetag, war die Abfahrt kurzfristig bereits auf 04:30 Uhr vorverlegt worden. Nach regenreicher Fahrt erreichte man dann um 09:00 Uhr den Talort Sölden im Ötztal. Von dort ging es zunächst mit dem öffentlichen Nahverkehr über eine kurze, kurvenreiche und steile private Schotterstraße ins Windachtal. Dort begann dann an Fiegl’s Gasthaus der Aufstieg zur Siegerlandhütte. Nach dreistündigem Aufstieg erreichten wir um 13:30 Uhr unser Tagesziel, die Siegerlandhütte auf 2.710m Höhe. Kurz nach unserer Ankunft setzten dann auch die angekündigten Regenschauer ein und wir waren froh, dass sich die etwas höheren Kosten für die Verkürzung der Anreise via den öffentlichen Nahverkehr bis ins Windachtal und das frühe Aufstehen sich dann doch gelohnt hatten.

Am zweiten Tag war der Übergang zur Müllerhütte über das Hohe Eis und die Sonklarspitze geplant. Leider machte uns hier das Wetter einen Strich durch die Planungen. Aufgrund des gefallenen Neuschnees und des starken Höhenwindes, mussten wir die Tour umplanen. Von der Siegerlandhütte ging es nun um 07:00 Uhr über die Windachscharte weiter zur Schwarzwandscharte und dann über den Übeltalferner zur Müllerhütte (3145m), die wir bereits um 12:00 Uhr erreichten. Der eisige Höhenwind hielt den ganzen Tag über an, und auch die Sicht war auf dem Gletscher bis zum späten Nachmittag sehr eingeschränkt. Somit mussten wir die restliche Zeit auf der Hütte verbringen und konnten an diesem Tag leider keinen Gipfel besteigen.

Bei strahlendem Sonnenschein aber weiterhin eisigem Nordwind, starteten wir am dritten Tag um 06:45 Uhr an der Müllerhütte. Über den „Pfaffengrat“ (Ostgrat) ging es auf den Wilden Pfaff (3.438m). Über den Sulzenauferner ging es dann noch auf den Pfaffenschneid (3.498m), den Nachbargipfel des Zuckerhütels (3.505m). Über den Pfaffensattel und den Pfaffenferner begaben wir uns dann auf den Abstieg zur Hildesheimer Hütte (2.899m), die wir gegen 15:00 Uhr erreichten.

Am vierten Tag stand dann der Abstieg ins Windachtal zu Fiegel’s Gasthaus an. Von dort an nutzen wir wieder den öffentlichen Nahverkehr, der uns sicher zurück nach Sölden brachte.

 

Text: Thomas B.